Last week

Es fühlt sich so unreal an, dass meine Eltern in einer Woche hier sind. Ich freue mich extrem darauf, aber gleichzeitig kann ich mir nicht vorstellen, dass in einer Woche all meine Sachen wieder in meine Tasche gepackt sind und ich dann das Zimmer hier für immer verlassen werde. In einer Art bin ich froh ist der Austausch vorbei und gleichzeitig bin ich sehr traurig, ist die Zeit hier schon vorüber.
Ich habe das Gefühl, ich werde meine Gastfamilie nicht wirklich vermissen, da ich mich nie 100% wohl gefühlt habe aus vielen verschiedenen Gründen. Umso mehr werde ich aber die Schule hier vermissen. Besonders all die coolen Camps und im Allgemeinen, dass es hier viel “chilliger” ist. Wenn ich so über das letzte halbe Jahr nachdenke, ist es unglaublich wie viele tolle Sachen ich erlebt habe. Ich habe Tauchen gelernt, war auf der Südinsel, habe ein Bush Survival Camp gemacht und es gibt noch ganz viele andere tolle Sachen, die meine Zeit hier unvergesslich gemacht haben.
Ich habe auch eine neue Seite in mir entdeckt. Während ich in der Schweiz immer gerne alles gut geplant und vorbereitet hatte und ich etwas gestresst war, wenn dies nicht der Fall war, lass ich mich hier einfach treiben und ich bekomme hier auch öfters gesagt, dass ich mich einfach treiben lasse.
Ich denke meine letzte Woche hier wird sehr gut werden. Es kommt mich noch eine Freundin besuchen, welche ich auf der Südinsel kennen gelernt habe und ich werde noch ein letztes Fussballspiel haben.

P.S. Besonders freue ich mich auf ein warmes Haus. Seit Wochen war es in meinem Zimmer nicht über 16 Grad warm und letzten Montag war es am Morgen gerade mal 7 Grad in meinem Zimmer. 😉

 

Outdoor Education Survival Camp

Ich hatte das Glück, dass ich in meiner zweitletzten Schulwoche noch einmal auf ein Outdoor Education Camp gehen konnte. Im voraus hatte ich etwas Angst, dass ich kalt haben werde, da es schon seit einiger Zeit ziemlich kalt war. Anfangs Woche war es im Haus gerade mal 7 Grad.
Wir sind am Donnerstag Morgen mit einem Van ca. 2,5 Stunden Richtung Taupo gefahren. Auf dem Weg wurden wir von der Polizei angehalten, da wir zu schnell gefahren sind.
Gegen Mittag sind wir an einer ruhigen Stelle am Waikato River angekommen, von wo aus wir unser Abenteuer starten konnten.

Das Wasser dort war recht warm, da diese Gegend thermal sehr aktiv ist. Wir haben dann die Mussel Buoys und Bretter aus dem Anhänger ausgeladen. Denn wir hatten die Idee unsere eigenen Flösser zu bauen und mit diesen zu einer ca. 2 Kilometer entfernten Bucht zu paddeln, wo wir übernachten wollten. Ein paar haben auch Kajaks genommen und ich wollte zuerst auch lieber auf ein Kajak gehen, weil ich etwas Angst hatte ins Wasser zu fallen und dann kalt zu haben. Schlussendlich bin ich aber auf ein Floss gegangen und im nachhinein bin ich mega froh ging ich auf ein Floss. Wir mussten alle unsere Sachen in eine Plastikbox packen, welch wir dann auf dem Floss als Sitze gebrauchen konnten.

Zum Glück ist alles gut gegangen. Wir mussten einfach ins Wasser um das Floss zu entladen. Dies war eigentlich nicht so ein Problem, da das Wasser schön warm war. Das einzige was daran nicht so toll war, ist dass man bis zu den Knien im Dreck eingesunken ist.
Bevor es dunkel wurde mussten wir noch unsere Shelter machen. wir durften nur Seil und ein Tarp mitbringen.

Als wir mit dem Aufbau der Shelter fertig waren, war es bereit dunkel. Deshalb haben wir ein Feuer gemacht und Abendessen gekocht.
Es hat die ganze Nacht über leicht geregnet, ich konnte dennoch erstaunlich gut schlafen und ich hatte auch nie kalt gehabt. Worüber ich sehr froh war.
Am nächsten Morgen haben wir zusammen gepackt und sind dann zurück gepaddelt. Auf halbem Weg haben wir dann unsere beiden Rafts zu einem mega Raft zusammen gebunden, was das ganze etwas effizienter gemacht hat, da wir nicht immer im Kreis gedreht sind.

Als wir zurück beim Van waren mussten wir die Raft wieder auseinander nehmen und in den Anhänger verladen.
Auf dem Rückweg sind wir noch in Orakei Korako, einem Thermal Park, vorbei gegangen. Welcher mega schön war.

One month left

Ich bin nun schon seit 140 Tagen in Neuseeland und es geht noch genau einen Monat bis meine Eltern kommen. Wir reisen dann noch etwas herum und gehen nach Neukaledonien, bevor ich dann anfangs August endgültig in die Schweiz zurück reise. Ich bin sehr froh darüber, dass ich nicht direkt Nachhause reisen muss.
Ich will zwar nicht Heim, aber ich freue mich sehr meine Eltern wieder zu sehen. Denn was mir in der Zeit hier immer mehr begonnen hat zu fehlen sind Familie und Freunde. Klar habe ich hier auch Freunde, aber ich mach ausserhalb der Schule nicht wirklich viel mit ihnen. Es ist ja auch irgendwie verständlich, wenn sie wissen, dass man nach einem halben Jahr wieder weg sein wird. Ich habe dennoch einige gute Freunde gefunden. 🙂
Mir gefällt es eigentlich auch in meiner Gastfamilie und ich komme auch gut mit ihnen aus. Besonders auch mit meiner älteren Gastschwester versteh ich mich gut. Leider habe ich auch nach all der Zeit hier noch keine Beziehung zu meiner gleichalterigen Gastschwester aufbauen können. Das Gute ist, dass wir keinen Streit haben, aber man würde sich trotzdem wünschen, dass wir nicht nur co-existieren wenn man im selben Haus wohnt und in der Schule in denselben Jahrgang geht. Dennoch ist mir die Familie ans Herz gewachsen, besonders auch die Schwester meiner Gastmutter und der Grossvater. Die beiden kommen fast täglich für einen Schwatz vorbei.
Aber es gibt auch andere Sachen, die für mich plötzlich ganz normal geworden sind. Am Anfang fand ich es zum Beispiel recht befremdlich auf dem Sofa zu essen und ich habe immer gewartet bis sich jemand anders gesetzt hat, weil ich gedacht habe, dass vielleicht heute der Tag ist an dem wir am Tisch essen. Zu Beginn hatte ich auch Angst mein Essen auf dem Sofa zu verschütten, aber mittlerweile stört es mich nicht mehr auf dem Sofa zu essen. Etwas anderes ist der Fernseher, welcher hier eigentlich der ganze Tag läuft. Am Anfang hat er mich genervt und ich habe mich immer gefragt, ob man ihn nicht auch mal abstellen könnte. Mittlerweile ziehe ich es immer wieder in Erwägung den Fernseher anzustellen, wenn ich alleine Zuhause bin, weil es so ruhig ist ohne…
Auch in der Schule gefällt es mir sehr gut. Ich habe zu Beginn vom zweiten Term noch von Arts zu Fabrics gewechselt, was definitiv eine sehr gute Entscheidung war. Es macht mir viel mehr Freude und ich habe begonnen eine Latzhose zu nähen. Im Allgemeinen ist die Schule hier sehr viel lockerer und spontaner. Besonders im Outdoor Education werden Pläne häufig gewechselt. So schreibt der Lehrer in den Chat, wir sollen Ersatzkleider mitbringen, weil wir Caving machen würden. Am Schluss sitzen wir aber im Kinoraum der Schule und schauen uns Videos von vergangenen Trips an und planen den Nächsten, dabei hält man sich selten an die ursprünglichen Ideen. Jeder bringt seine Ideen und Bedenken ein und hat sich die Klasse auf eine Idee geeinigt, beginnt der Lehrer noch während der Lektion den Elternbrief zu schreiben. Aber es kann auch gut und gerne mal umgekehrt sein. Und Anstelle von Theorie landen wir irgendwo im völlig durchnässten Busch und versuchen Feuer zu entzünden. So habe ich ziemlich schnell gelernt, egal was vorgesehen ist, sei immer für alles vorbereitet und ich glaube das ist ziemlich neuseeländisch. Die Schule hier hat auch viel mehr Spezialanlässe, wie zum Beispiel den Cross Country. Bei dem sind wir in Thames etwas den Hügel hoch und durch den Wald gerannt/gelaufen. Dabei kann man Punkte für sein Haus sammeln. Ein anderes Beispiel wäre der Mufty Day, an diesen Tagen hat man zwar ganz normal Schule, aber man trägt anstelle der Uniform normale Strassenkleider und bringt dafür eine kleine Spende mit für einen guten Zweck, für den gesammelt wird.
Ich habe mich hier sehr gut eingelebt und ich habe kaum noch ein vollkommen freies Wochenende und auch nach der Schule habe ich oft noch etwas vor. Ich habe begonnen im Fussball Team der Schule zu spielen. Dies macht mir sehr viel Spass obwohl ich vorher noch nie Fussball gespielt habe. Wir haben zweimal pro Woche Training und am Wochenende haben wir oft ein Spiel. Ich gehe hier auch ins Gym Sports, was ich sehr gerne mache, auch wenn ich dort nicht wirklich Freunde habe. Dennoch könnte das Gym Sports und das Geräteturnen, welches ich in der Schweiz mache, kaum gleicher sein.

Wochenende in Auckland

Am Freitag Nachmittag habe ich den Bus nach Auckland genommen um dort Maya zu besuchen. Sie ist auch eine Austauschschülerin und ich habe sie auf der Südinsel kennen gelernt. Sie hat mich vom Bus abgeholt und wir sind noch in einige Läden in der Queens Street, bevor wir den Zug nach Meadowbank, einem Quartier in Auckland,  genommen haben. Für mich war es das erste Mal seit ich in Neuseeland bin, dass ich Zug gefahren bin. Die Gasteltern von Maya haben mich sehr herzlich empfangen und ihr Gastvater hat mir sogar sein Zimmer zur Verfügung gestellt!
Am Samstag Morgen haben uns die Gasteltern von Maya nach Devonport gefahren. Dort sind wir zu einem Hügel gefahren. Von dort aus hatte man eine sehr schöne Aussicht auf die Skyline von Auckland.

Danach sind wir zu der Waterfront gefahren und haben dort etwas gegessen. Trotzdem dass es Winter ist, war es schön warm und man konnte draussen sitzen. Von dort aus konnte man auch die Harbour Bridge sehr schön sehen.


Nach den Mittagessen sind Maya und ich nochmals etwas “lädälä” gegangen, bevor ich dann wieder den Bus nachhause nehmen musste.

THS Midnight Bloom Ball

Vor zwei Wochen hat der Senior Ball sattgefunden. Für mich war es eine sehr tolle, aber auch ungewohnte Erfahrung. Der Ball ist hier ein recht grosses Ding und ich wurde schon am ersten Schultag gefragt, ob ich zum Ball komme.

Die meisten hier gehen mit einem “Balldate” zum Ball, aber man kann auch einfach als Gruppe von Freunden gehen. Mich hat ein Kollege gefragt, ob ich mit ihm zum Ball gehen will.
Der Ball war an einem Samstag. Schon am Morgen kam eine Freundin meiner Gastfamilie zu uns, um die Haare von meiner Gastschwester und mir zu machen. Danach haben wir das Auto gewaschen, denn normalerweise hat man einen Ride zum Ball. Das heisst, man wird z.B. in einem Oldtimer oder neuen Auto zum Ball gefahren. Als wir vom Auto waschen zurück kamen, wurde ich geschminkt.
Meine Gastschwester hat den Preball bei uns im Shed gehabt.

Der Preball begann um halb sechs. Es kamen sehr viele Leute und es wurde etwas eng, weil es geregnet hat und man deshalb nicht draussen sein konnte. Wir haben eigentlich nicht viel gemacht, ausser einige Fotos und ein paar Snacks gegessen.

Viele haben auch ihre Eltern mitgebracht, welche dann da geblieben sind und etwas getrunken haben. So gegen viertel vor sieben wurden die meisten von ihren Rides abgeholt. Mein Gastvater hat mein Balldate und mich in einem ausgeliehen, neuen Highlander hingefahren. Die Fahrt war sehr kurz, da ich praktisch neben dem Civic Centre wohne, in welchem der Ball statt fand. In der Strasse vor dem Civic Centre hatte es Stau und es stank nach Abgasen und jeder lies den Motor noch möglichst laut aufheulen wenn er vorfuhr. Um den Eingang herum haben sich viele Angehörige und Schaulustige versammelt und jedes mal, wenn jemand aus dem Auto ausgestiegen ist, wurde applaudiert. Beim Eingang wurde als erstes ein Alkoholtest von der Polizei gemacht. Danach wurde man auf einer Liste abgehakt und von dem Head Girl, Head Boy und einigen Lehrern begrüsst.

Der ganze Ball wurde von den Year 13’s organisiert. Der Saal war mega schön zum Thema Midnight Bloom dekoriert und allgemein war alles mit viel Liebe gemacht. So auch die Einladung.

Im Saal hat man seinen Tisch gesucht und gewartet bis alle da waren.

Dann hat es Abendessen gegeben. Jeder Tisch bekam Schüsseln mit verschiedenen Salaten, Fleisch und Kartoffeln. Von welchen man so viel nehmen konnte wie man wollte. Mir hat das Essen sehr gut geschmeckt. Vor dem Dessert gab es eine Ansprache, in der verschiedene Auszeichnungen verliehen wurden, wie zum Beispiel King und Queen. Zum Dessert gab es dann für jeden einen kleinen Fruchtsalat, Cheesecake und Brownie.

Danach konnte man Fotos machen und tanzen. Die Nacht war zwar recht lange, aber es hat trotzdem Spass gemacht.

Hillary Outdoor Camp

Weil ich schon bald wieder Nachhause gehe und sie noch Leute brauchten, wurde ich kurzfristig gefragt, ob ich mit der Year 12 PE Class in ein Outdoor Camp im Tongariro National Park gehen möchte. Für mich hat das natürlich sehr verlockend getönt.
Dummerweise wurde ich einen Tag bevor wir gingen ziemlich krank und ich musste noch zum Doktor, was an einem Samstag nicht allzu einfach ist… Schlussendlich war es wohl eine sehr starke Erkältung und der Doktor hat mir ein paar Medikamente gegeben. Nach einigem hin und her mit Gasteltern, Eltern und Lehrer habe ich am Sonntag beschlossen trotzdem ins Camp zu gehen. Wir haben uns am Mittag in der Schule getroffen und dort haben sie zuerst unsere Taschen durchsucht, auf Drogen und andere Sachen, die wir im Camp nicht dabei haben dürfen. Wir wurden in Gruppen eingeteilt, welche in den selben Raum kamen und auch sonst alles zusammen gemacht hat.
Die fahrt zum Tongariro National Park dauert von hier etwa 4 Stunden. Auf dem Weg dorthin haben wir in Taupo einen Stop gemacht damit wir uns etwas zum Abendessen kaufen konnten.

Als wir am Sonntag Abend im Hillary Centre ankamen war es schon finster und auch sehr kalt (der Schnee war nicht weit weg). An diesem Abend haben wir nicht mehr viel gemacht, ausser die Zimmer bezogen.

Am Montag morgen mussten wir schon um 6 Uhr aufstehen, weil wir das Frühstück kochen mussten. Es war eisig kalt. Beim frühstücken haben wir dann auch unseren Instructor Stu getroffen, welcher uns für den rest der Woche begleitete.
Zuerst haben wir eine “Gruppenbesprechung” gehabt und auch einige Gruppenübungen gemacht, da es im ganzen Camp darum ging zusammen als Gruppe stark zu sein. Danach gingen wir zum High Ropes Course (eine Art kleinen Seilpark), dort haben wir gelernt jemanden zu sichern und wir konnten probieren über verschiedene Dinge zu balancieren in beachtlicher Höhe.

Nach dem Lunch sind wir dann etwas gelaufen bis wir zum Flying Fox kamen. Dieser war über einen kleinen Fluss gespannt. Stu hat uns erklärt wie das ganze funktioniert und was wir alles beachten müssen. Danach hat er uns die Aktivität überlassen und wir mussten vom checken des Klettergurtes, bis zum zurück ziehen der Person, alles selber machen. Mir hat der Flying Fox sehr viel Spass gemacht und ich hätte nicht dagegen gehabt, wenn er noch viel länger gewesen wäre. 🙂
Am Dienstag Morgen gingen wir als allererstes Caving. Es hat am Anfang etwas Überwindung gebraucht ins Wasser zu stehen, da es sehr kalt war, aber nach einer Weile hat man sich daran gewöhnt. In der Nähe des Eingangs konnte man die Glühwürmer sehr schön sehen, das hat mir sehr gefallen. In der Höhle mussten wir durch eher enge Spalten kriechen usw. Man konnte auch freiwillig durch zwei besonders schmale Stellen gehen. Die eine fand ich nicht so schlimm und bin auch recht schnell durch gekommen. Der andere Tunnel fand ich persönlich nicht so angenehm, was vielleicht auch daran lag, dass ich falsche Anweisungen bekam und zuerst einen ziemlich hoffnungslosen Weg ausprobierte um aus dem Tunnel raus zu kommen. Aufjedenfall macht dieser Tunnel seinem Namen Corkscrew alle ehre, denn man muss sich wirklich wie ein Flaschenzieher durch drehen. Den Weg aus den Caves heraus mussten wir dann selber finden. Den zweiten Teil mussten wir gar ohne Licht machen. Dies war nicht allzu schwer da das Wasser und die Glühwürmer einem den Weg recht gut zeigten.
Am Nachmittag sind wir dann auf eine kleine Wanderung gegangen. Zuerst sind wir in einem Eiskalten Bach heruntergelaufen und wir mussten immer wieder durch kleinere Caves laufen und den Weg ohne Taschenlampe finden. Den Rückweg mussten wir dann mithilfe von einem Kompass finden und wir liefen einfach querfeldein durch den Busch.
Am Mittwoch und Donnerstag machte die Gruppe einen Overnight Trip zum Mount Ruapheu und übernachtete dort im Schnee. Ich beschloss nicht mit zu gehen, da ich mich immer noch nicht ganz gesund fühlte. Dies war zwar etwas schade, aber schlussendlich war es glaub ich die richtige Entscheidung. Ich habe die zwei Tage mit lesen, Aussicht geniessen und in der Sonne sitzen verbracht, da wir unsere Handys bereits am ersten Tag abgeben mussten. Für mich waren diese zwei Tage sehr entspannend und erholsam. Mir kam es auch überhaupt nicht lange vor und ich habe auch mein Telefon nicht vermisst.

Am Freitag gingen wir nochmals in den High Ropes Course. Dort konnten wir, wenn wir wollten eine Art Telefonmast hochklettern, auf wessen Spitze man dann aufstehen musste und von dort versuchen an eine Art Trapetz zu springen. Ich bin nicht weit genug gesprungen um mich am Trapetz fest zu halten und bin einfach in die Sicherungsseile gesprungen, aber es hat trotzdem viel Spass gemacht.

 

Das zweite was man machen konnte war ein Swing von einer Platform aus. Zuerst musste man auf die Platform klettern und dann hat uns Stu an die Swing-Anlage angemacht. Es hat mir ziemlich viel Überwindung gekostet von dieser Plattform einfach ins freie zu treten, aber ich bin froh hab ich es gemacht, denn es war mega toll.

Nach dem Mittag sind wir wieder in unseren School Vans wieder zurück nach Thames gefahren. Ganz typisch mit lauter Musik und einem Stop für ein Abendessen von einer Fast Food Kette.

South Island

Ich bin in den Herbstferien auf die Südinsel gegangen und habe dort eine Tour zusammen mit anderen Austauschschülern gemacht.

Day 1
Am ersten Tag bin ich von Auckland nach Christchurch geflogen. Dort habe ich dann den Tour Guide und all die anderen Austauschschüler getroffen. Es waren auch ein paar, die ich schon vom Arrival Camp kannte, mit auf der selben Tour.
Am ersten Tag sind wir eigentlich nur in die Unterkunft gefahren und haben uns etwas kennen gelernt.

Day 2
Am Morgen haben wir eine kurze Stadttour durch Christchurch gemacht und sind zu einer Mall gefahren um dort etwas zu essen. Am Nachmittag sind wir dann zum Lake Tekapo gefahren.

Dort haben wir Glamping gemacht. Dies ist eigentlich zelten mit etwas mehr Luxus. Mir hat das sehr gut gefallen. Es war einfach ein bisschen kalt, aber mit der Bettflasche hatte ich warm genug.

Day 3
Wir mussten etwa um 5 Uhr aufstehen, weil wir eine lange Fahrt zum Doubtful Sound vor uns hatten und wir schon am Mittag dort sein mussten, um das Schiff nicht zu verpassen. Leider war das Wetter etwas regnerisch und kühl, aber es war trotzdem sehr schön.

Wir hatten Glück und es hatte sogar ein paar Delfine, die um unser Schiff schwammen. 🙂

Wir übernachteten auf dem Schiff. Das war extrem schön. Wir hatten einen kleinen Raum ganz unten im Schiff und das Fenster war nur knapp über der Wasseroberfläche. Zum Abendessen gab es ein recht auswahlreiches Buffet mit sehr feinem Essen.

Day 4
Es war sehr schön am Morgen auf dem Schiff im Doubtful Sound zu erwachen und über die Nacht hatten sich auch die Wolken etwas verzogen.

Um vom Doubtful Sound wieder zurück zukommen mussten wir mit einem Bus über einen Pass fahren. Nachts hatte es etwas geschneit und als wir auf dem Pass waren, lag immer noch Schnee.

Wir sind dann noch weiter nach Queenstown und zum Bungy jumping gefahren. Ich habe aber nur zugeschaut.

Day 5
Heute hatten wir einen freien Tag in Queenstown an dem wir all die Aktivitäten machen konnten, die wir machen wollten. Eigentlich wollte ich Parasailing machen, aber als wir dort waren sagten sie uns, dass es zu windig sei. Deshalb haben wir beschlossen zuerst etwas in Queenstown herum zuschauen und dann auf einen Hügel zu laufen. Dies war eine sehr gute Entscheidung, denn die Aussicht von dort oben war sehr schön.

Day 6
Wir sind von Queenstown nach Wanaka gefahren. Unterwegs machten wir einen Stop in Arrow Town, einem kleinen, herzigen, alten Örtchen.

Auf dem Weg nach Wanaka sind wir Jetboat gefahren. Das war recht cool und die Schlucht war sehr schön. Danach sind wir weiter gefahren zum Puzzling World. Dort gingen wir in ein Labyrinth, aus dem wir fast nicht mehr raus gefunden haben und in die Illusionsräume. Dies war sehr lustig. Vor dem Abendessen hatten noch etwas Zeit um am See entlang zu spazieren.

Day 7
Wir hatten eine sehr lange Fahrt zum Fox Glacier. Dort sind wir zur Gletscherzunge gewandert.

Am Abend konnten wie unser Essen wieder selber organisieren, bevor wir alle zusammen zu den Hot Pools gegangen sind. Dies war sehr schön und entspannend.

Day 8
Heute fuhren wir nach Motueka. Auf dem Weg dorthin haben wir eine Greenstone Factory besucht. Dort konnte man zuschauen wie sie den Schmuck aus Greenstone schnitzen. Danach sind wir weiter zu den Pancake Rocks gefahren. Ich fand diese sehr schön und beeindruckend.

Day 9
Wir sind zum Abel Tasman National Park gefahren. Dort haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt. Ich war in der Gruppe die zuerst gewander ist. Wir liefen ca. 1.5 Stunden in den National Park rein bis zum Apple Tree Bay. Es war extrem schön.

Dort haben wir auf die andere Gruppe gewartet, welche zuerst mit den Kajaks unterwegs war. Wir gingen trotz den nicht allzu warmen Temperaturen im Meer schwimmen.

Danach haben wir gewechselt und wir sind zurück gekajakt. Dies hat mir sehr gut gefallen und ich wäre gerne noch etwas länger unterwegs gewesen.

 

Day 10
Wir mussten wieder einmal sehr früh aufstehen, weil wir eine lange Fahrt nach Kaikoura vor uns hatten. Auf dem Weg konnte man an der Küste sehr viele Seehunde sehen. 🙂 In Kaikoura angekommen hatten wir zuerst etwas Freizeit um uns dort umzuschauen.

Danach ging ich auf eine Wale Watching Tour. Nach etwa 10 Minuten fahren trafen wir schon auf eine grosse Gruppe von Delfinen und nach etwas suchen konnten wir auch einen Pottwal finden und zuschauen wie er abtauchte. Später haben wir auch noch einen zweiten Pottwal gesehen. Das Wale Watching war wirklich eindrücklich.

Day 11
Heute war der letzte Tag und wir fuhren von Kaikoura zurück nach Christchurch. Ich musste noch recht lange am Flughafen warten, weil mein Flug erst am Nachmittag ging. Ich hatte einen Fensterplatz und konnte den ganzen Flug über runter sehen. Es war mega schön und spannend.

Die Tour auf der Südinsel hat mir mega gut gefallen und ich konnte mega viele schöne Orte besuchen.

Scuba Diving

Im Term 1 haben wir in Outdoor Education Scuba Diving gemacht. Für mich war es das erste Mal, dass ich getaucht bin und ich glaube ich hätte es auch nie für mich alleine gemacht, weil ich eher Respekt habe vor Wasser. Ich habe aber beschlossen es zu machen, weil ich so viel ausprobieren will wie ich kann, solange ich hier bin. Die ersten zwei Tauchgänge waren sogenannte Confined Water Dives, welche wir im Schulpool gemacht haben während unseren normalen Outdoor Education Lektionen.

Diese ersten beiden Tauchgänge waren zwar sehr ungewohnt und ich habe auch viel Wasser geschluckt, aber mir hat es eigentlich gut gefallen. Wir mussten diverse Übungen machen. Wie zum Beispiel unsere Maske ausziehen und sie wieder aufsetzen und dann das Wasser aus ihr raus blasen oder den Regulator aus dem Mund nehmen…
Begleitend dazu mussten wir auch ein etwa 15 stündiges e-learning machen, welches einem über Gefahren, Ausrüstung und allgemeine Tauchverfahren informierte. Denn nur wer das e-learning gemacht hatte konnte mit auf einen zweitägigen Tauchausflug gehen.
Wir haben uns am Mittwoch morgen vor den Ferien in der Schule besammelt und sind mit zwei kleinen Bussen nach Whitianga gefahren. Zuerst mussten wir im Dive Shop ziemlich viele Formulare ausfüllen. Am Nachmittag konnten wir dann endlich tauchen gehen. Ich  habe mich zwar darauf gefreut, aber ich hatte auch Respekt und es war recht kalt, weshalb es einem nicht ins Wasser gezogen hat.  Wir fuhren zum Opito Bay, um von dort aus zwei Shore Dives zu machen. Dabei zieht man die ganze Ausrüstung bis auf Maske und Flossen an Land an und läuft dann ins Wasser.

Mir haben die beiden Tauchgänge recht gut gefallen und wenn man mal im Wasser war, war es auch gut mit der Temperatur, weil das Wasser wärmer war als die Luft. Leider hatte ich etwas Probleme mit dem Druckausgleich und mein Ohr hat etwas wehgetan und ich fühlte mich auch nicht voll und ganz wohl fast 7 Meter Unterwasser. Deshalb konnte ich mich auch nicht so darauf konzentrieren was es an Unterwasserwelt um mich herum gab. Es hatte aber auch nicht viele Fische, da es praktisch nur Sand und keine Korallen oder Pflanzen hatte.

Wir sind recht spät zurück an Land gekommen und es war schon fast finster als wir auf den Camping kamen um unsere Zelte aufzustellen. Danach sind wir in den Ort gegangen um etwas zum Essen zu finden. Am Ende sind wir fast alle im gleichen Thai Restaurant gelandt. Wir hatten einen sehr lustigen Abend, an dem viele Geschichten erzählt wurden und wir haben es einfach sehr genossen noch etwas drinnen an der Wärme zu sitzen, denn draussen war es recht kühl.
Am nächsten Morgen haben wir unsere Zelte zusammen gepackt und sind wieder zum Dive Shop gefahren. Dort haben wir unsere Wetsuits angezogen und sind zum Hafen gelaufen. Denn an diesem Tag machten wir zwei Tauchgänge vom Boot aus. Wir mussten uns auf zwei Boote verteilen weil wir zu viele Leute waren. Ich war auf dem etwas grösseren, dafür langsameren Boot. Mir hat die Boot fahrt mega gut gefallen, weil man die Cathedral Cove sehr schön sah.

Wir ankerten im Champagne Bay.

Wir haben uns in kleine Gruppen aufgeteilt und jede Gruppe hat einen Instructor bekommen. Diesmal mussten wir die ganze Ausrüstung auf dem Boot anziehen und dann ins Wasser springen. Auch diesmal mussten wir wie am Vortag noch einige Übungen machen. Ich habe beim ersten Tauchgang ziemlich viel Wasser geschluckt und bin danach ohne dass ich etwas dagegen tun konnte, an die Oberfläche gestiegen. Danach hab ich mich nicht wirklich wohl gefühlt und ich hatte auch diesmal wieder Probleme mit dem Druckausgleich. Deshalb hatte ich nach dem ersten Tauchgang Druck auf meinem Ohr und es hat auch geschmerzt.

 

Aufgrund meines Ohres wollte ich den zweiten Tauchgang dann zuerst auch auslassen, aber der Instructor hat gemeint ich soll es probieren, weil ich sonst meine PADI Open Water Diver Qualification nicht bekomme. Deshalb hab ich trotzdem einen zweiten Tauchgang gemacht. Eigentlich war er gar nicht so schlecht und ich konnte sogar ein paar Fische sehen.

Alles in allem fand ich den Tauchtrip ganz cool und ich finde es auch toll habe ich nun eine Dive Qualification, aber ich werde sehr wahrscheinlich nicht so schnell wieder tauchen gehen. Einerseits weil ich mich Unterwasser nicht so wohl gefühlt habe und andererseits, weil mein Ohr mir Probleme gemacht hat. Ich musste am nächsten Tag noch zum Doktor, weil es immer noch blockiert war. Ich hatte ganz viele kleine Bläschen hinter dem Trommelfell und ich musste dann ziemlich starke Tabletten und einen Nasenspray nehmen. Ich bin aber trotzdem froh habe ich es gemacht.

Rugby Game und Auckland

Am  Samstag vor den Herbstferien sind wir mit allen International Students meiner Schule nach Hamilton gefahren, um dort ein Rugbyspiel zwischen den Blues und den Chiefs zu schauen. Wir sind hier schon am frühen Nachmittag losgefahren. Als wir in Hamilton angekommen sind, bekamen wir zuerst eine Führung durchs Stadium.

Wir konnten sogar in die Garderobe der Chiefs gehen, in welcher schon die ganzen Uniformen bereitlagen.

Danach fuhren wir zu einer Mall. Dort konnten wir etwas “lädälä” und etwas zum Abendessen kaufen. Dann sind wir wieder zurück zum Stadium gefahren. Auf dem Weg dorthin haben wir uns Streifen in den Farben der Teams auf die Backen gemalt. Als wir zum Areal kamen wurden überall Chiefs-Fan-Artikel verteilt, da es ein Heimspiel war für sie.

Das Spiel war recht interessant und es war eine sehr gute Stimmung. Die Chiefs haben ganz knapp gewonnen. Nach dem Spiel fuhren wir in den Schulvans zurück nach Thames. Eine Freundin kam zu mir Übernachten, weil wir am Sonntag zusammen nach Auckland gingen. Wir kamen am nächsten Tag gegen Mittag in Auckland an. Wir gingen zuerst den Sky Tower hoch.

Von dort aus hatten wir extrem schöne Aussicht über Auckland und man konnte auch die umliegenden Inseln gut sehen.

Besonders gut haben mir die Fenster in Boden gefallen.

Auch das Fenster im Boden des Lifts war sehr eindrücklich.

Danach haben wir uns etwas in den Läden umgeschaut und sind noch runter zum Hafen gelaufen. Dieses Wochenende war sehr vollgestopft, aber es war mega cool. Mir hat Auckland und auch Hamilton sehr gut gefallen.

 

Ausflug nach Rotorua

Vor zwei Wochen bin ich mit meinen Gasteltern und einer Freundin nach Rotorua gegangen. Wir konnten leider erst gegen 11 Uhr losfahren, weil unser Auto kaputt war und wir deshalb auf Freunde warten mussten, die uns freundlicherweise ihr ganz neues Auto ausliehen.
Weil wir erst noch nach Hamilton fahren mussten, war es fast zwei Uhr bis wir in Rotorua ankamen.
Zuerst sind wir zum Blue und zum Green Lake gefahren und haben dort Lunch gegessen. Wir sind auch baden gegangen, aber es war sehr kalt.

Danach sind wir nach Te Puia gegangen. Dort haben wir zuerst eine Show angeschaut, in welcher sie eine Maori Wilkommens-Zeremonie vorgeführt haben. Danach haben wir uns noch im Rest vom Park umgeschaut. Am besten haben mir die Kiwis, die Mudpools und die Geysire gefallen. Die Geysire sind alle paar Minuten ausgebrochen, was wirklich schön und faszinierend war.

  

Danach sind wir noch in einen öffentlichen Park gegangen und auch dort waren überall Löcher im Boden mit kochendem Wasser. Dort konnten wir dann auch noch unsere Füsse in warmem Wasser baden.

Der Ausflug nach Rotorua hat mir sehr gut gefallen, trotz den anfänglichen Start Schwierigkeiten. 🙂

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